Praxisphilosophie

Patientenzentrierter Ansatz

Mein Team und ich arbeiten in meiner Praxis nach dem Modell der klientenzentrierten Ergotherapie (CMOP), da dieses unserem ganzheitlichen Therapieverständnis entspricht.


Die Patientenzentriertheit zeichnet sich dadurch aus, dass der einzelne Patient mit seiner ganz eigenen Persönlichkeit, seinen Gedanken, Gefühlen und Erwartungen im Mittelpunkt der Therapie steht. Für uns als Therapeutinnen bedeutet das, dass wir jeden Patienten mit seinen individuellen Problemen und Vorstellungen ernst nehmen und ihn in wichtige Therapieentscheidungen wie z. B. die Zielsetzung der Behandlung mit einbeziehen. 

Wir entwickeln mit unseren Patienten bzw. deren Eltern einen "Therapiefahrplan", in dem wir gemeinsam beschließen, welche Ziele im Hinblick auf das tägliche Leben des Patienten sinnvoll sind und wie wir sie am besten erreichen können. Jeder Patient bekommt so genug Informationen, um für seine eigene Gesundheit selbst Verantwortung übernehmen zu können und damit den Erfolg der Therapie entscheidend mit zu bestimmen.

Auf der folgenden Abbildung ist der klientenzentrierte Ansatz des CMOP nochmal graphisch dargestellt:

Das orangene Dreieck in der Mitte symbolisiert den Patient, der mit seiner Spiritualität bzw. seiner ganz eigenen Persönlichkeit im Mittelpunkt der Behandlung steht.
Die Ecken des Dreiecks symbolisieren das Denken (
kognitiv), die Gefühle (affektiv) und die körper-lichen Fähigkeiten (physisch), die bei jedem Menschen individuell sind.                   .        Diese Komponenten müssen in der ergothera-peutischen Diagnostik begutachtet und bei der Therapieplanung berücksichtigt werden, um jeden Patienten seinen Stärken und Defiziten entsprechend behandeln zu können.

Jeder Mensch betätigt sich in verschiedenen Bereichen (roter Ring), nämlich in seiner Freizeit, im Bereich der Selbstversorgung (Körperhygiene, Nahrungsaufnahme, …) und Produktivität (bezahlte oder ehrenamtliche Arbeit, bei Kindern KiGa oder Schule). Auch diese drei Bereiche müssen im Rahmen der ganzheitlichen Diagnos-tik erfragt und auf evtl. Schwierigkeiten abge-klopft werden. Dies geschieht meist im Rahmen der interdisziplinären Arbeit mit ErzieherInnen, LehrerInnen, anderen Therapeuten, etc.)

 Als letztes lebt jder Mensch in seiner ganz individuellen Umwelt (blauer Ring). Hier beeinflussen ihn soziale (Beziehungen, Freund-schaften), kulturelle (Abstammung, Herkunft), physische (räumliche Umgebung) und institutionelle (Ämter, Or-ganisationen) Faktoren darin, wie er sein Leben lebt. Diese Umweltfak-toren müssen vor allem bei den Ratschlägen für die Weiterführung der Therapie zu Hause berücksichtigt werden.

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Bedeutung des Praxislogos

Ergotherapie ist in meinen Augen - wie oben beschrieben - ein ganzheitlicherAnsatz und nicht ein auf einzelne Funktionen ausgelegtes "Trainingsprogramm".Diese Einheit von Körper und Geist symbolisiert auch das Praxislogo, das an ein altes keltisches Amulett, den Lebensbaum ("Yggdrasil"),angelehnt ist. Dieses Amulett soll die Lebenskraft stärken und seinemTräger innere Ruhe und Ausgeglichenheit verleihen.

Durch sein Wurzelwerk steht der Baum in Verbindung mit der Erde und symbolisiert damit die Materie und alles Körperliche. Seine Krone ragt in den Himmel und symbolisiert somit den Geist und die Psyche.
Die Krone wie auch das Wurzelwerk sind voneinander abhängig,
da ohne die Wurzeln die Krone verdorren und ohne die Lichtaufnahme der Krone die Wurzeln in der Erde sterben würden. Diese Abhängigkeit besteht genauso zwischen Körper und Geist. Nicht umsonst heißt es: In einem gesunden Körper wohnt ein gesunder Geist. Dieses ganzheitliche Prinzip der untrennbaren Einheit zwischen Körper und Geist soll in unserer therapeutischen Arbeit verwirklicht werden.